Staatliches Museum Schwerin aktuell

Peter Raadsig: Sturm an der Westküste Jütlands © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV Foto K. Beutel Peter Raadsig: Sturm an der Westküste Jütlands
© SSGK MV, Foto K. Beutel

Dänische Gäste. Malerei aus drei Jahrhunderten

Das Staatliche Museum Schwerin stellt in seiner Sonderausstellung „Dänische Gäste“ Werke einer Schenkung des Kunstsammlers Christoph Müller vor. Müller hatte 2017 dem Land Mecklenburg-Vorpommern fast 400 Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken dänischer Künstler der vergangenen drei Jahrhunderte geschenkt. Es ist die mit Abstand größte Sammlung dänischer Kunst aus deren bedeutendster Zeit, die in Deutschland zu finden ist.

Die Werke spannen einen Bogen von der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die auch das dänische "Goldene Zeitalter" genannt wird, bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts - leuchtende Bilder mit hohem Himmel, dem klaren Licht der See, fliegenden Segeln, stillen Rückzugsräumen und dem einen oder anderen Fischer oder Bürger. Künstler wie Johan Thomas Lundbye, Janus La Cour oder Peter Ilsted sind zu entdecken, die zu den großen ihrer Epoche gehören und doch in Deutschland bisher fast unbekannt sind.

Ort: Staatliches Musuem Schwerin
Zeit: bis 1.11.2020

Günther Uecker: Nageltisch, 1968 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020 Günther Uecker: Nageltisch, 1968
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Uecker 90

Günther Uecker, einer der herausragenden deutschen Künstler mit weltweiter Reputation, wird 90. Aus diesem Anlass zeigt das Staatliche Museum Schwerin 30 Werke des gebürtigen Mecklenburgers. Das Museum verfügt über eine der größten Sammlungen von Werken Ueckers in Deutschland. Sie zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie den Weg von den 1960er Jahren, den Nagelreliefs und Feldbildern hin zur Kinetik und den überarbeiteten Fotografien der 1990er Jahre weist.

Günther Uecker wurde am 13. März 1930 in Wendorf bei Crivitz geboren. Er studierte in Wismar, Berlin-Weißensee und Düsseldorf. In den 60er Jahren engagierte er sich gemeinsam mit Heinz Mack und Otto Piene im Kontext der Künstlergruppe ZERO. Mit kinetischen Konstruktionen und der Inszenierung von Licht betrat die Künstlergruppe ZERO Neuland. Uecker kreierte u.a. eine der ersten programmierten und begehbaren Lichtinstallationen. Nach wie vor ist der Künstler eng mit seiner mecklenburgischen Herkunft verbunden. Die feldartigen Werke, die sich durch sein Oeuvre bis in die Gegenwart ziehen, sind Ausdruck seiner inneren Befindlichkeit wie auch der Landschaft seiner Heimat.

Ort: Staatliches Musuem Schwerin
Zeit:  verlängert Mai 2021

Terrine aus dem Hochzeitsservice für Prinzessin Alexandrine von Preussen Königliche Porzellanmanufaktur Berlin 1822 Staatliche Schlösser Gärten und Kunstsammlungen MV Foto: G. Broecker Terrine aus dem Hochzeitsservice für Prinzessin Alexandrine
von Preussen, Königliche Porzellanmanufaktur Berlin 1822
© Staatliche Schlösser Gärten und Kunstsammlungen MV
Foto: G. Broecker

Königliche Geschenke.
Porzellane der Berliner Manufaktur am mecklenburgischen Ho

Diese Ausstellung im Schweriner Schloss entführt den Besucher in eine königliche Welt. Sie präsentiert die prächtigen Porzellane aus der Berliner Manufaktur, die das preußische Königshaus im Verlauf des 19. Jahrhunderts seinen mecklenburgischen Verwandten überreichte. Ob Vermählung, Thronbesteigung, Weihnachten, Ostern oder Geburtstag - den preußischen Majestäten stand in Berlin eine Manufaktur von Weltrang zur Verfügung, aus der sie bei Geschenken jederzeit aus dem Vollen schöpfen konnten.

Doch nicht nur die Königsgeschenke, sondern auch ein ganz anderes, bislang wenig beachtetes Thema zeigt die Ausstellung: die Bestellungen des mecklenburgischen Hofes in der Manufaktur. In der Ausstellung wird zum ersten Mal auch der Alltag an der herzoglichen Tafel beleuchtet. Welches Geschirr stand an normalen Tagen auf der Tafel? Über Jahrzehnte hinweg bestellte das hiesige Hofmarschallamt verschiedene, einfachere Service, die dann in mehreren großherzoglichen Schlössern Verwendung fanden, so in Gelbensande, Ludwigslust und Schwerin. War viel davon zu Bruch gegangen, wurde nachgeordert. Die Service wurden in großen Stückzahlen erworben, so dass damit auch Feste mit vielen Gästen ausgerichtet werden konnten. Bei der feierlichen Einweihung des Schweriner Schlosses im Jahr 1857 richtete man beispielsweise ein Festmahl mit zwölf Gängen für 470 Personen aus.

Neue Anhaltspunkte zum Alltagsgeschirr brachten auch die 2016 durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern erfolgten Grabungen im Keller des Schweriner Schlosses zutage. Die dort im Erdreich entdeckten Scherben gehen höchstwahrscheinlich auf den Brand des Schlosses anno 1913 zurück. Eine kleine Auswahl davon wird diesen hochinteressanten Fund in der Ausstellung verdeutlichen.

 

Ort: Schloss Schwerin,
Zeit: ab 11. Oktober 2019

Im Virtuellen Landesmuseum Mecklenburg finden Sie unter anderem folgende Exponate aus dem Staatlichen Museum Schwerin