Staatliches Museum Schwerin aktuell

Carl Malchin Blick vom Artillerieberg auf Schloss und Stadt Schwerin 1876 ©Staatliche Schloesser Gaerten und Kunstsammlungen Mecklenburg Vorpommern Foto E. Walford Carl Malchin: Blick vom Artillerieberg auf Schloss und Stadt,
Schwerin 1876, © Staatliche Schloesser Gaerten und
Kunstsammlungen MV / Foto E. Walford

VON BARBIZON BIS ANS MEER - Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs

Der Maler Carl Malchin (1838-1923) gilt als Begründer der mecklenburgischen Landschaftsmalerei. Er hat die Pleinairmalerei, das Skizzieren der Natur mit Ölfarben im Freien, erfolgreich auf Norddeutschland übertragen. Vorbild hierfür war die französische Schule von Barbizon, die mit eindrücklichen Werken von Malern wie Jules Dupré, Charles Daubigny oder Théodore Rousseau ebenfalls in der Ausstellung vorgestellt wird.

Malchins an der heimischen Landschaft und den einfachen Menschen interessierte Malerei war etwas Neues im Land: Erstmals erhob ein Künstler das alltägliche Leben der Bevölkerung Mecklenburgs zum Inhalt seiner Kunst. Aus kleinformatigen, rasch hingeworfenen Studien entwickelte Malchin im Atelier seine zum Großformat tendierenden Darstellungen des mecklenburgischen Lebens. Sein hohes handwerkliches und malerisches Können ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit der als Realismus bezeichneten Landschaftsmalerei der Zeit, die sich die Inszenierung des Einfachen und Unscheinbaren zum Gegenstand machte und in den autonomen Status der Kunst erhob.

Die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern besitzen mit annähernd 680 Werken den künstlerischen Nachlass des Malers, bestehend aus Zeichnungen, Ölskizzen und Gemälden.

Ort: Staatliches Museum Schwerin,
Zeit: 5. Juli bis 6. Oktober 2019

Marcel Duchamp, Plakat nach Selbstportrait im Profil (blau, schwarz), 1958, © Association Marcel Duchamp, VG Bild-Kunst, Bonn 2019 Marcel Duchamp: Plakat nach Selbstportrait
im Profil (blau, schwarz), 1958,
© Association Marcel Duchamp,
VG Bild-Kunst, Bonn 2019

MARCEL DUCHAMP: Das Unmögliche sehen

Marcel Duchamp hat die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutioniert. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Duchamp-Forschungszentrums im Staatlichen Museum Schwerin wird Duchamp mit einer Ausstellung und einem Symposium (26.-28. April) eine Hommage erwiesen.

Die mit 91 Werken alle Schaffensphasen des Künstlers umfassende Schweriner Sammlung bildet die Grundlage für die Ausstellung "Marcel Duchamp: Das Unmögliche sehen". Vorgestellt werden insbesondere Aspekte der visionären Kunst Duchamps.  Im Fokus der Ausstellung stehen Hauptwerke wie das Große Glas, die Grüne und die Weiße Schachtel sowie die den traditionellen Kunstbegriff erweiternden Readymades wie Fresh Widow, Air de Paris und Trébuchet. Duchamp wird erlebbar als Erfinder der konzeptuellen und auf Wahrnehmungsphänomenen beruhenden Kunst, die sich im Besonderen auch in der realen Bewegung zeigt.

Ort: Staatliches Museum Schwerin,
Zeit: 29. März 2019 bis 26. Mai 2019

Im Virtuellen Landesmuseum Mecklenburg finden Sie unter anderem folgende Exponate aus dem Staatlichen Museum Schwerin

Carl Malchin

Carl Malchin: Selbstporträt, 1877  © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Foto G. Bröcker

Selbstportrait (1877)
© Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Foto G. Bröcker

carlmalchin.museum-schwerin.de