• Zeitraum: 1600 bis 1650

1600 bis 1650

Albrecht von Wallenstein, Herzog zu Mecklenburg 1628–1631 Albrecht von Wallenstein, Herzog zu Mecklenburg 1628–1631

Landesregion Mecklenburg

Am Ende der Agrarkonjunktur verdrängen die vergrößerten ritterschaftlichen Eigenwirtschaften östlich der Elbe die Bauernwirtschaften (Ritterschaft).
Die zweite Hauptlandesteilung 1621 teilt das Land in Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow. Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) verwüstet das Land. Die Belagerung kleiner Städte und die Einquartierung von Soldaten führen zum Ruin kleiner Handwerker und Händler. Die Landbevölkerung wird immer wieder Opfer marodierender Soldaten und Banden.

1628 erobert der kaiserliche Feldherr Albrecht von Wallenstein das Land. Der Kaiser erhebt ihn zum reichsunmittelbaren Herzog von Mecklenburg. Seine Reformen werden nach seiner Ermordung 1634 rückgängig gemacht. Wismar mit der Insel Poel und das Amt Neukloster fallen 1648 an Schweden.
Der Krieg lässt Künste und Wissenschaften verkümmern. Er führt zu einer Verrohung der Sitten. Aberglaube und Denunziation wegen Hexerei und Zauberei nehmen zu.

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Karte von Pommern 1635 Karte von Pommern 1635

Landesregion Vorpommern

Am Ende einer Agrarkonjunktur steht ein Dualismus zwischen dem west- und ostelbischen Europa. Herrschaftliche Eigenwirtschaften dominieren und verdrängen die Bauernwirtschaften. Die Lage der Bauern verschlechterte sich zunehmend, bis zur Leibeigenschaft. In Pommern-Wolgast ist dieser Prozess 1616 durch die „Baur- und Schäffer-Ordnung“ beendet. Pommern-Stettin folgt dieser Politik.

Bogislaw XIV. vereinigt 1625 das Herzogtum wieder mit Pommern-Wolgast.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) bringt Verwüstungen über das Land. Eine Seuche grassiert 1624 besonders in Pommern-Stettin. Der Krieg führt zur Verrohung der Sitten. Aberglaube und Denunziation wegen Hexerei und Zauberei nehmen zu. Besonders die Landbevölkerung wird Opfer marodierender Soldaten und Banden.

1628 scheitert Albrecht von Wallenstein erstmals vor den Toren Stralsunds. 1630 landet der Schwedenkönig Gustav II. Adolf auf Usedom, besetzt Stettin und schließt ein Bündnis mit Herzog Bogislaw XIV. Gustav II. Adolf lässt für die Feldlager seiner Truppen ganze Wälder für den Palisadenbau und zu Feuerzwecken abholzen. Landschaften werden planiert, um freies Schussfeld zu gewinnen.

1637 stirbt das pommersche Fürstenhaus aus. Das entfacht eine schwedisch-brandenburgische Rivalität, die erst im Westfälischen Frieden eine Lösung findet.

Das Land wird 1648 unter Brandenburg und Schweden aufgeteilt.