Wissenschaft und Bildung 1900 bis 1950

Bauernschule Warin im Nationalsozialismus Bauernschule Warin im Nationalsozialismus

Landesregion Mecklenburg

Mecklenburg-Strelitz holt mit dem Thronwechsel 1904 die Versäumnisse im Schulwesen auf. Neustadt-Glewe erhält 1911 eine Städtische Baugewerbe- und höhere Maschinenbauschule.

1922 entsteht eine Bauernhochschule in Wiligrad (später in Warin) als christlich-nationalistische Bildungseinrichtung. Die Rostocker Universität gewinnt durch Klinikneubauten Potential im Bereich der Medizin. Ab 1933 führen Angriffe gegen jüdische und kritische Wissenschaftler oft zu Emigration und auch Selbstmord.

1946 wird eine umfassende Schulreform durchgeführt. 500.000 neue Schulbücher ersetzen das alte Lehrmaterial. In Schnellkursen werden „Neulehrer“ ausgebildet.

Die Rostocker Universität beginnt 1946 wieder ihre Tätigkeit. Die Theologische Fakultät bleibt erhalten.

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Karzer Westwand Karzer der Universität Greifswald, genutzt bis ins 20. Jh. Foto: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Akademische Kunstsammlung / Kustodie

Landesregion Vorpommern

Die Barther Navigationsschule wird 1924 geschlossen.

Auf der Insel Riems errichtet der Greifswalder Medizinprofessor Friedrich Loeffler 1910 die weltweit erste virologische Forschungsstätte. Die Universität trägt ab 1921 den Namen "Preußische Universität zu Greifswald". 1933 wird sie in "Ernst-Moritz-Arndt-Universität" umbenannt. Angriffe gegen jüdische und kritische Wissenschaftler führen zu Emigration und auch Selbstmord.

Die Nationalsozialisten schließen 1938/39 die katholischen Schulen. Im Pädagogium Putbus richten sie eine "Nationalpolitische Erziehungsanstalt" ein.
1946 wird eine umfassende Schulreform durchgeführt. 500 000 neue Schulbücher ersetzen das alte Lehrmaterial. In Putbus werden in Schnellkursen "Neulehrer" ausgebildet. Die Greifswalder Universität beginnt 1946 wieder ihre Tätigkeit.

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