Wissenschaft und Bildung 1550 bis 1600

Domschule Güstrow um 1560 Domschule Güstrow um 1560

Landesregion Mecklenburg

Nach der Reformation enthält die Kirchenordnung von 1552 auch Schulordnungen nach denen in den Städten unter der Leitung theologisch gebildeter Rektoren verbindlich Knabenschulen zu unterhalten sind.
An der Rostocker Universität werden 1563 durch die „Formula concordiae“ die Lehrstühle in städtisch und fürstlich besoldete Stellen geteilt. Der Lehrbetrieb wird modernisiert.

martikeleintrag_bernhard_von_behr Matrikeleintrag des Bernhard von Behr an der Universität Greifswald 1556/57. Quelle: www.digitale-bibliothek-mv.de

Landesregion Vorpommern

An den Höfen und in den größeren Städten blühen Wissenschaft und Kunst auf. Druckereien entstehen 1569 in Stettin, 1581 in Greifswald und 1582 in Barth. Die mit 170 Holzschnitten geschmückte Barther Bibel von 1588 repräsentiert den hohen Stand.

Johannes Bugenhagen setzt sich in seiner Kirchenordnung nach der Reformation auch für eine allgemeine Schulbildung der Mädchen ein. Erhalten bleiben die Trivial- und Schreibschulen.