Religion 1950 bis 2000

„Schwerter zu Pflugscharen“ <br> in der Dorfkirche Belitz „Schwerter zu Pflugscharen“
in der Dorfkirche Belitz

Landesregion Mecklenburg

In der DDR wird die Kirche beargwöhnt. Die Junge Gemeinde, mit 25.000 Mitgliedern im Norden, wird 1953 als „staatsfeindlich“ diskreditiert.  
Die katholische Kirche erhält in Schwerin ein bischöfliches Kommissariat (Amt).
Staat und SED wollen trotz Religions- und Glaubensfreiheit Kommunion, Firmung oder Konfirmation durch die Jugendweihe ersetzen. Die Kirche wird zum Zentrum von Systemkritikern. Kleinere Gemeinschaften ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück. Die Kirchen arbeiten karitativ in den Bereichen Behinderte, Familie und Jugend.

Im Herbst 1989 sind oft evangelische Kirchen Ausgangspunkte der Proteste gegen die SED-geführte DDR, die 1990 aufgelöst wird.
1994 entstehen zwei jüdische Gemeinden in Rostock und Schwerin durch Zuzug aus der früheren Sowjetunion. Sie bilden den Landesverband der Jüdischen Gemeinden.
1995 errichtet die katholische Kirche das Nordbistum für Hamburg, Schleswig-Holstein und den Landesteil Mecklenburg.
2009 entsteht ein Koordinationsrat der Muslime in Mecklenburg-Vorpommern.
2012 erfolgt in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein der Zusammenschluss zur evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland, der „Nordkirche“.

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Schifferkirche Ahrenshoop Front Schifferkirche Ahrenshoop 1951 von Hardt-Waltherr Hämer (1922 – 2012)

Landesregion Vorpommern

In der DDR wird die Kirche beargwöhnt. Die Junge Gemeinde, mit 25 000 Mitgliedern im Norden, wird 1953 als "staatsfeindlich" diskreditiert.

Die katholische Kirche zählt 1953 65 000 Gläubige in Vorpommern, die bis 1962 auf 37 000 sinken. Marien-Wallfahrten finden in Sellin und Bergen statt.

Die Pommersche Evangelische Kirche kann ihren Namen noch bis 1968 bewahren und nennt sich danach Evangelische Landeskirche Greifswald.

Staat und SED wollen trotz Religions- und Glaubensfreiheit Kommunion, Firmung, Konfirmation durch die Jugendweihe ersetzen. Die Kirche wird zum Zentrum von Systemkritikern.

Die Kirchen arbeiten karitativ im Bereich Behinderte, Familie und Jugend.

Im Herbst 1989 sind evangelische Kirchen Ausgangspunkte der Proteste gegen die SED-geführte DDR, die 1990 aufgelöst wird. Der pommersche Landesbischof Horst Gienke muss wegen seiner Nähe zur SED zurücktreten.

1993 errichtet die katholische Kirche für Vorpommern die Propstei Greifswald im Erzbistum Berlin. Auf den Urlaubsinseln Usedom, Rügen, Darss und Zingst wird katholische "Kurseelsorge" angeboten.

1994 entstehen zwei jüdische Gemeinden durch Zuzug aus der früheren Sowjetunion. Sie bilden den Landesverband der Jüdischen Gemeinden.

2009 entsteht ein Koordinationsrat der Muslime in Mecklenburg-Vorpommern.

2012 schließen sich die Landeskirchen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein zur evangelisch-lutherischen "Nordkirche" zusammen.

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Autor*innen

des Virtuellen Landesmuseums
Symbolfoto: Historische Schreibmaschine