Politik 1800 bis 1850

Der russische Oberst Tettenborn 1813 in Luwigslust Der russische Oberst Tettenborn 1813 in Luwigslust

Landesregion Mecklenburg

Mecklenburg wird 1806 durch französische Truppen besetzt. 1813 treten die mecklenburgischen Fürsten als erste aus dem Napoleonischen Rheinbund aus. Auf dem Wiener Kongreß 1815 entsteht der Deutsche Bund. In der Bundesversammlung sind 39 Staaten und freie Städte mit insgesamt 70 Stimmen vertreten. Mecklenburg-Schwerin hat zwei und Mecklenburg-Strelitz eine Stimme. Innenpolitisch restauriert sich die Ständeherrschaft. Reformiert wird die Justiz. In Parchim entsteht 1818 das Oberappellationsgericht für beide Länder, das 1840 nach Rostock verlegt wird.

Bis 1840 werden in 16 Städten liberalere Stadtverfassungen durchgesetzt. Das Staatsgrundgesetz als Ergebnis der Revolution von 1848/49 wird 1850 im „Freienwalder Schiedsspruch“ bereits wieder aufgehoben.

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Richard Knötel, Ferdinand von Schill Richard Knötel: Ferdinand von Schill

Landesregion Vorpommern

König Gustav IV. Adolf hebt 1806 die landständische Verfassung auf und erklärt Schwedisch-Pommern zur Provinz des Reiches. Ihm schwebt ein Vierständestaat vor, in dem Adel, Geistlichkeit, Bürger und Bauern den Landtag bilden. Die Annexion durch Napoleon 1807 verhindert die Durchsetzung.

1806 wird Preußisch-Pommern durch Napoleon besetzt. Bei einem Aufstand fällt Major Ferdinand von Schill 1809 in Stralsund. Ab 1812 ist Pommern Sammelpunkt des napoleonischen Heeres zum Feldzug gegen Russland.

Auf dem Wiener Kongress 1815 erhält Preußen per „Besitzergreifungspatent“ auch Schwedisch-Pommern. Die Provinz Pommern wird in die Regierungsbezirke Stettin, Köslin und Neuvorpommern aufgeteilt.

Durch die Entwicklung in Preußen finden 1848 in Pommern erste allgemeine und freie Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus und zur Nationalversammlung statt. Karriere macht der konservative Maximilian Graf von Schwerin-Putzar. Er wird 1848 preußischer Kultusminister und später Innenminister.

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