Landwirtschaft 1700 bis 1750

Dorfleben in Klenow Dorfleben in Klenow

Landesregion Mecklenburg

Aus ritterschaftlichen Bauern und Kossaten werden Tagelöhner, Einlieger, Dröscher, Häker und Hirten, die meist gegen Naturallohn in gutsherrschaftlichen Eigenwirtschaften arbeiten (Ritterschaft).

Die Dreifelderwirtschaft mit Weidebetrieb wandelt sich nach holsteinischem Vorbild in die mecklenburgische Schlagwirtschaft mit sieben bis zwölf Schlägen. Sie werden abwechselnd mit Getreide, Erbsen, als Brache oder Weide bewirtschaftet. Dadurch wird der Kornertrag verdoppelt und die Rinderhaltung durch zusätzliches Weideland intensiviert.

Ganschendorf bei Demmin, Schwedische Matrikelkarte 1698 Ganschendorf bei Demmin, Schwedische Matrikelkarte 1698

Landesregion Vorpommern

Der Landadel erhält in Schwedisch-Pommern durch die "Privilegien für die Landstände" erheblichen Machtzuwachs. Die Leibeigenschaft wird erneut festgeschrieben. Die Region wird zur Kornkammer Schwedens und liefert etwa 50 % des Bedarfs über die Ostsee.

Im 1720 entstandenen Preußisch-Pommern muss der grundbesitzende Adel Steuern zahlen. Dagegen erhebt sich starker Widerstand.

Pommern und Mecklenburg

im Spiegel der Zeit
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