Himmelsglobus

Willem Janszoon Blaeu, Amsterdam nach 1621,
Holz, Messing, Papiermaché, Gips, Holzgestell mit Teller und Mittelsäule mit Führung des Meridianringes, vier gedrechselte Säulen auf Kugelfüßen, darauf der Horizontring mit Gradeinteilung, Himmelsrichtungen, Tierkreiszeichen und Kalender; Meridianring mit 4 x 90° und Stundenring aus Messing, unterhalb des Eridanus die Skala für die Sternhelligkeiten,
Sammlung Löwen, Kugel-Durchmesser: 35 cm

Das STRALSUND MUSEUM besitzt eine Sammlung wissenschaftlicher Instrumente, deren Grundbestand auf den Nachlass des schwedischen Generalgouverneurs Axel Graf von Löwen (1686 – 1772) zurückgeht.

Zu den Raritäten dieser Sammlung von internationalem Rang zählt der Himmelsglobus des niederländischen Kartografen und Verlegers Willem Janszoon Blaeu (1571 – 1638). Er stammt aus dem so genannten goldenen Zeitalter der niederländischen Kartografie, mit dem damaligen Zentrum Amsterdam. Blaeu ist ein Schüler des berühmten dänischen Astronomen Tycho Brahe (1546 – 1601), den er auf diesem Globus mit Bildnis und Widmung würdigt.

Bei den dekorativ aufgezeichneten Sternenpositionen auf dem Globus folgt der Kartograf den Berechnungen seines Lehrers Brahe und gibt, der damaligen Tradition entsprechend, die Sternbilder wirklich bildhaft wieder. Eine weitere Inschrift mit Bildnis bezieht sich auf den niederländischen Politiker und Feldmarschall Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen (1571 – 1638). Dieser entstammt dem weit verzweigten Nassauer Fürstengeschlecht, aus dem auch das Haus Oranien hervorgeht. Johann Moritz von Nassau-Siegen ist nicht nur ein herausragender Politiker und Diplomat, sondern zeichnet sich auch als Bau-, Garten- und Landschaftsarchitekt aus.

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Text: R.N.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

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