Acht Armringe

gefunden in Peenemünde, Lkr. Vorpommern-Greifswald,
Gold (insgesamt 391,8 g), nordisch/skandinavisch,
2. Hälfte 10. Jh., Durchmesser: unter 10,0 cm

Das Schmuckensemble aus Peenemünde besteht aus acht leicht verbogenen Goldarmringen. Es handelt sich um sechs vollständige, einen eingerissenen und einen fragmentierten Ring. Die eine Hälfte der Ringe besteht aus einem einzelnen massiven Stab mit rundlichem Querschnitt, die andere ist dagegen aus zwei dünneren massiven Stäben hergestellt und miteinander verzwirnt worden. Bei drei Stücken dieser Gruppe ist zusätzlich feiner Kordeldraht mit eingebunden.

Sechs Exemplare besitzen eine rhombenförmige punzverzierte Platte. Nur ein Ring weist eine Verschlusskonstruktion auf: Er hat einen kugelförmigen Endknopf, in den das zweite Ende eingezapft werden kann.

Die Stücke wurden 1906/07 bei Pflanzungen sowie 1908 bei gezielter Nachsuche gefunden.

Armringe aus Edelmetall stammen überwiegend aus Horten oder sind Einzelfunde. Sie konnten von Männern oder Frauen getragen werden. Goldringe besitzen einen hohen materiellen und symbolischen Wert. Die Peenemünder Armringe stammen vermutlich aus Skandinavien. Vor allem in Südschweden lassen sich Vergleichsbeispiele finden.

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Text: C.H.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

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