Statuette eines Feldherrn

vermutlich der jugendliche Thronfolger Friedrich August II., späterer Kurfürst von Sachsen und als August III. König von Polen (1696–1763),
Meissen, um 1712, Modell vermutlich von Benjamin Thomae (1682–1751), Böttgersteinzeug, Höhe: 16,1 cm

Die sehr fein gearbeitete Statuette eines Feldherrn zählt zu den frühesten Werken der 1710 gegründeten Porzellanmanufaktur in Meissen. Objekte aus dem hier verwendeten roten Steinzeug, sog. Böttgersteinzeug, sind äußerst selten.
Die Statuette gehörte einst Emma Budge, deren erlesene Kunstsammlung 1937 in Berlin bei Paul Graupe/Hans W. Lange versteigert wurde. Als Jüdin waren die Sammlerin und ihre Familie durch die Nationalsozialisten zahlreichen Repressalien ausgesetzt. Deshalb wurde die Statuette im Jahr 2001 an die Jewish Claims Conference restituiert.

Nach mehrjährigen Verhandlungen konnte sie schließlich als ein Glanzpunkt der qualitätvollen Schweriner Porzellansammlung erworben werden. Möglich wurde dieser bedeutende Ankauf durch die Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder, der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG und der Rudolf-August Oetker-Stiftung.

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Text: KA. M.

Das Exponat bezieht sich auf:

Mecklenburg bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Staatliches Museum Schwerin

Staatliches Museum Schwerin

Alter Garten 3
19055 Schwerin

www.museum-schwerin.de

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