Christkind mit Flitterkrone

Holz farbig gefasst, Brabant, um 1500, Höhe ohne Krone (7 cm): 32 cm

Die Figur eines bekleideten Christkindes mit Flitterkrone stellt eine besondere Kostbarkeit dar. In nachreformatorischer Zeit ist es in einen mittelalterlichen Reliquienschrein eingefügt worden. Das Zettelchen auf dem Kleid des Kindes verweist auf einen einst im Schrein befindlichen Splitter vom Heiligen Kreuz. Die Statuette gehört zu den um 1500 serienweise in Brabant, vor allem in Mechelen, geschnitzten und farbig gefassten stehenden, lächelnden und segnenden nackten Christkindern. Dergleichen Andachtsbilder sind vorwiegend für Frauenklöster und zum Bekleiden bestimmt.

Während auch weitere in oder aus evangelischen Damenstiften erhaltene Christkindfiguren noch heute ihre mittelalterlichen Gewänder tragen, sind zugehörige Kronen die Ausnahme.

Nach Aufhebung (1920) des evangelischen Damenstifts "Kloster zum Heiligen Kreuz" in Rostock gelangen die aus der Zeit der Zisterzienserinnen bewahrten Kleinbildwerke in das Mecklenburgische Landesmuseum. Umfang und Vielfalt dieser Hinterlassenschaft, Statuetten, Altärchen, Reliquiare und sonstige Devotionalien, sind in Deutschland nahezu einzigartig.

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Text: K. H.

Das Exponat bezieht sich auf:

Mecklenburg bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Staatliches Museum Schwerin

Staatliches Museum Schwerin

Alter Garten 3
19055 Schwerin

www.museum-schwerin.de

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Staatliches Museum-Schwerin © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Foto: Michael Setzpfandt

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