Croy-Teppich

hergestellt von Peter Heymans in Stettin,
Bildwirkerei, 1554/1556,
Breite: 690 cm

Als letzter Nachfahre des Greifengeschlechts erbt Herzog Ernst Bogislaw von Croy 1660 den gesamten persönlichen Besitz der Pommernherzöge, darunter auch einen monumentalen Bildteppich aus der Regierungszeit Philipps I. von Pommern-Wolgast (1532 – 1560). Der Teppich ist ein Bekenntnis zur Reformation mit Martin Luther als Oberhaupt einer auf die Macht der Fürsten gestützten Kirche und zugleich ein Denkmal der engen Verbundenheit des sächsischen und pommerschen Fürstenhauses.

Beide Dynastien sind durch die Eheschließung Philipps mit Maria von Sachsen, einer Tochter des Kurfürsten Johann, 1536 auf Schloß Hartenfels miteinander verwandt.

In der Mittelachse steht Luther. Pommersche Persönlichkeiten sind: Herzog Georg I. (1491 – 1531), Sohn von Bogislaw X. und der einzige Katholik auf dem Teppich; Herzog Barnim XI. (1501 – 1573); Herzog Philipp I. (1515 – 1560), Amalie von der Pfalz (1490 – 1525), Mutter Philipps und Gattin von Georg; Anna von Braunschweig-Lüneburg (1502 – 1568), Gattin Barnims; Maria von Sachsen (1516 – 1583), Gattin Philipps und Halbschwester von Johann Friedrich dem Großmütigen.

In der ersten Reihe stehen die Kinder von Philipp und Maria: Johann Friedrich (1542 – 1600), Bogislaw der XIII. (1544 – 1606), Ernst Ludwig (1545 – 1592), Amalie (1547 – 1580) und Barnim der XII. (1549 – 1603).

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Text: B.F.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Pommersches Landesmuseum

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