Schleudersitz (Replik)

Ernst Heinkel Flugzeugwerke A.G., Rostock um 1942, Höhe: 130 cm

Die Produktion schneller Flugzeuge macht es den Piloten fast unmöglich, sich bei Gefahr aus eigener Kraft aus dem Flugzeug zu befreien und abzuspringen. Daher entwickeln die Ernst Heinkel Flugzeugwerke Rostock ab 1938 den weltweit ersten Schleudersitz. Am 13. Januar 1943 katapultiert sich der Versuchspilot Rudolph Schenk aus einer Heinkel He 280. Die erste Maschine mit serienmäßigem Schleudersitz ist der Nachtjäger He 219. Während des Zweiten Weltkrieges können sich 60 Besatzungsmitglieder mithilfe dieses Notgerätes retten.

Die Schleudersitze werden in Rostock und in Rechlin zunächst von deutschen Ingenieuren erprobt. In der Folge müssen Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen die Sitze testen. Über Gesundheitsschäden oder Opfer gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.

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Text: K. Mö.

Das Originalexponat finden Sie hier:

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