Rückenteil einer Kasel

Seide, Stickerei: farbig und gold, gewebte Borte,
Ende 18./Anfang 19. Jh.,
Länge: 103 cm

Das Rückenteil der Kasel wird dem alten Museum 1931 von Johann Friedrich Martin Waack, der 1863 in Grimmen geboren wurde, als Schenkung angeboten. Er lebt zu dieser Zeit in Berlin. Seine Familie ist alteingesessen in Grimmen.

In einem Brief schreibt der Schenker : "... der Rückteil des Katholischen Priesterüberwurfes (casula ... gibt zwar zu Grimmen keine Beziehung", doch "ich erachte dieses Stück für Ihre Sammlung durchaus geeignet, da doch auch die Grimmer Kirche fraglos bis zur Reformation dem katholischen Kult gedient hat und vielleicht ist die Zahl der dortigen Einwohnerschaft gar nicht klein, welche ein katholisches Priestergewand zu sehen, noch nicht Gelegenheit hatten."

So ist das Stück fortan als: "aus der Zeit der Renaissance (spätmittelalterlich)" stammend auf dem Rathausboden im alten Museum ausgestellt.

Nach neuester Begutachtung handelt es sich jedoch um ein Werk aus dem späten 18. oder frühen 19. Jh. Das Monogramm IHS ist in einem in Gold gestickten Strahlenkranz angebracht. Die gold gewirkte Borte zeichnet das Kreuz in mehrfacher Form nach. Form, Sticktechnik, das blumige Muster und das Material des Oberstoffes erhärten die zeitliche Einordnung.

Am 9. Juni 1987 erhält die Stadt das Museumsstück. Bis dahin war es mit vier Bibeln zusammen in kirchlicher Obhut. Die Übergabe an das neue Heimatmuseum datiert auf den 24. Mai 1989.

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Text: S. F.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Museum Im Mühlentor Grimmen

Museum Im Mühlentor Grimmen

Mühlenstraße 9a
18507 Grimmen


museum@grimmen.de

www.grimmen.de