Kürass der Pasewalker Kürassiere und Helm

Messing und Stahlblech, um 1840
Leihgabe Kürass: Wehrgeschichtliches Museum Rastatt, Leihgabe Helm: Theo Haase

Der Kürass wurde zur Parade getragen. Er ist innen durch ein grobes Leinenmischgewebe gefüttert und an den Seiten durch Lederriemen verschließbar. Ordensspangen, Ritterkreuze und Medaillen oder nur die Bänder wurden in den Löchern des linken Schuppenkettenschlosses befestigt. Eine weitere Möglichkeit war, die Spangen an Ösen zu tragen, die in Höhe des Schlosses auf den Kürass gelötet waren.

Der Helm der Pasewalker Kürassiere ist silberfarben und mit dem Schriftzug "Schlacht von Hohenfriedberg 1745" geschmückt. Nach dieser Schlacht bei Hohenfriedberg bei Striegau ist auch einer der bekanntesten Militärmärsche Deutschlands benannt. Der Name soll an den Sieg der Preußen über die miteinander verbündeten Österreicher und Sachsen am 4. Juni 1745 während des Zweiten Schlesischen Krieges erinnern.

Blieb Pommern zunächst vom Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) verschont, so musste es ab 1627 eine kaiserliche Besatzung aufnehmen. Es wurde zum Spielball der Mächte und in der Folgezeit einer der am meisten verwüsteten und nachhaltig entvölkerten Regionen Deutschlands. 1720, am Ende des Nordischen Krieges, fällt Pasewalk an Preußen. Jetzt erhält die Stadt eine Garnison und nimmt einen kontinuierlichen Aufschwung. Die Einquartierungsgelder und die Versorgung des Offizierskorps bilden eine wirtschaftliche Grundlage. Die letzte Kavallerieschlacht an denen Pasewalker Kürassiere beteiligt sind, ist die sogenannte Schlacht der Silbernen Helme am 12. August 1914 in Halen (Belgien). Die "Slag der Zilveren Helmen" markiert den Wendepunkt der Kriegsführung im ersten Weltkrieg und das Ende des Kampfeinsatzes von Pferden.

Zwischen den Städten Halen und Pasewalk existiert eine Städtepartnerschaft, die durch die Initiative der Geschichts- und Kürassiervereine beider Städte vor über zehn Jahren initiiert wurde.

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Text: A.H.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Museum der Stadt Pasewalk - Künstlergedenkstätte Paul Holz

Museum der Stadt Pasewalk - Künstlergedenkstätte Paul Holz

Prenzlauer Str. 23
17309 Pasewalk


museum@pasewalk.de

www.pasewalk.de