Brustlatz

Göhren, Perlstickerei, um 1890,
Höhe: 26,5 cm

Der perlenbestickte Brustlatz wird auf der Halbinsel Mönchgut "Bostdauk", später "Bostbrett" genannt. Der plattdeutsche Name "Bostdauk" belegt, dass es sich ursprünglich um ein einfaches Tuch handelte, das um den Hals gelegt wurde.

Nach 1800 wird daraus der aufwändig gefertigte Brustlatz. Das "Bostdauk" wird als eigentliches Zierstück der Mönchguter Frauentracht sichtbar im Ausschnitt des Schnürleibs getragen.

Hergestellt wird es, indem über ein trapezförmiges Stück Pappe Stoff genäht wird, der mit farbigen Streifen, Seidenband und Metallplättchen besetzt ist. Unter dem Einfluss der Biedermeierzeit kam die Perlstickerei auf. Die Blätter- und Blütenranken werden nach den Vorlagen jener Zeit möglichst naturgetreu wiedergegeben. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Rosenmotive. Unter der Perlstickerei wird ein breites, schmückendes Seidenband platziert.

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Text: E.M.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Mönchguter Museen

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