Sowjetischer Militärhelm

Stahlblech, Rostock, 1940er Jahre

Der Stahlhelm gehört zur Standardausrüstung eines Soldaten der Roten Armee. Am 1. Mai 1945 nimmt die 65. Armee der 2. Belorussischen Front die Stadt Rostock ein. NS-Diktatur und Krieg haben eine schwer getroffene Stadt hinterlassen. Die Einwohnerzahl ist etwa auf 69.000 halbiert. Von 10.535 Wohnhäusern sind 2.611 (24,7 %) zerstört und 6.735 (60,5 %) beschädigt. Theater, Post- und Telegrafenamt, Gerichte, Landratsamt, zwei Kliniken, acht Schulen, Petri-, Jakobi- und Nikolaikirche, Stein-, Petri- und Kuhtor sind zerstört, Versorgung und Verkehr zusammengebrochen. Erste Maßnahmen der sowjetischen Frontkommandantur im Hotel „Rostocker Hof“ dienen der öffentlichen Ordnung.

Am 3. Mai treten Mitglieder der verbotenen KPD und SPD um den Kommunisten Hans Mahncke in Kontakt zum Frontkommandanten, um Plünderungen zu verhindern und bilden ein Ordnungskomitee. Am 5. Mai werden die NSADP und ihre Organisationen verboten und die alte Verwaltung aufgelöst. Befehle regeln das Leben. Am 9. Mai wird Christoph Seitz Oberbürgermeister. Aufgaben der neuen Verwaltung sind die Normalisierung des Lebens, Aufräum- und Entfestungsarbeiten, Sicherung von Ernährung und Versorgung, Sicherstellung des Eigentums geflohener NSDAP-Mitglieder und Betreuung der Flüchtlinge und Obdachlosen.

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Text: S. St.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Kulturhistorisches Museum Rostock

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Kloster zum Heiligen Kreuz
Klosterhof 7
18055 Rostock

kulturhistorisches.museum@rostock.de

www.kulturhistorisches-museum-rostock.de
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Zu Ausstellungsraum 1

Union Jack aus Wismar, 1945