Kanne

Holz, Rostock, 15. Jahrhundert

Die seltene mittelalterliche Zinnkanne stammt aus einem 1903/04 in der Warnowmündung bei Baggerarbeiten gefundenen Schiffswrack, das wahrscheinlich beim Auslaufen aus dem Rostocker Hafen gesunken ist. Die Kogge hatte neben anderer Ladung auch Zinn- und Messinggeräte an Bord. Die größeren, bauchigen Kannen werden seit etwa 70 Jahren als „Hansekannen“ definiert. Das bezieht sich auf die räumliche Verbreitung dieses Kannentyps.

Ihre übereinstimmenden Merkmale deuten auf einen engen Kontakt der Zinngießerämter in den Hansestädten. In den Hanserezessen seit 1361 werden gemeinsame Vorschriften für die Kannengießer festgelegt. Im 16. Jahrhundert folgen Absprachen der Ämter untereinander. Der Typ der gedrungenen Kanne kann für den Gebrauch auf Schiffen entwickelt worden sein. Der breite Boden und der tiefliegende Schwerpunkt bieten hohe Standfestigkeit.

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Text: S. St.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Kulturhistorisches Museum Rostock

Kulturhistorisches Museum Rostock

Kloster zum Heiligen Kreuz
Klosterhof 7
18055 Rostock

kulturhistorisches.museum@rostock.de

www.kulturhistorisches-museum-rostock.de
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