Boizenburger Stadt- und Hafenbahn – Fahrplan

Kartonpapier, Druckjahr des Plans: 1916, 48 x 41 cm

Länge der Strecke: 2,57 km, Fahrtzeit: 7 Minuten zwischen den Stationen „Boizenburg Stadt“ und „Boizenburg Staatsbahnhof“

Unter Berücksichtigung des hohen Elbufers wird die Schienenstrecke der 1846 eröffneten Bahnlinie Berlin–Hamburg 3 km entfernt von Boizenburg geführt. In entsprechender Distanz entsteht auch der Bahnhof. Recht bald wird in der Bevölkerung der Ruf laut, die Stadt mit der Bahnlinie zu verbinden. Das kann erst 1890 realisiert werden. Finanziert wird die Stadtbahn durch eine AG, die bis 1925 besteht und sich aus dem von der Stadt beauftragten Bürgermeister, dem Senator sowie drei Unternehmern zusammensetzt.

Gebaut wird die Strecke durch die Stettiner Firma Lenz, die gleichzeitig Pächterin ist. Täglich fahren sieben Zugpaare, deren Fahrkarten – vom Zugführer verkauft – nur am Lösungstag Gültigkeit haben. Betrieben wird die Bahn zuerst von einer Bn2t-Lokomotive, Mitte der 1920er-Jahre von einer Cn2t-Lokomotive und ab 1938 durch einen Triebwagen aus der Bleckeder Eisenbahn (Nr. 1, spätere DR-Nr. 133 505). Dieser hat vorn und hinten einen Motor für die jeweilige Fahrtrichtung, was Wendemanöver überflüssig macht. Nach dem Krieg wird die Stadtbahn von der Deutschen Reichsbahn verwaltet. Im Jahr 1967 stellt die Reichsbahn hier den Betrieb ein. Den innerstädtischen Personenverkehr übernehmen fortan Busse.

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Text: I. R.

Das Exponat bezieht sich auf:

Mecklenburg bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Heimatmuseum Boizenburg

Heimatmuseum Boizenburg

Markt 1
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