Ofenkachel

Ton mit Lasur,
Kloster/Hiddensee,
um 1500, Höhe: 18 cm

Die sogenannte Blattnapfkachel mit grüner Lasur ist vermutlich nach 1500 Bestandteil eines Kachelofens im Kloster geworden. In den Zwickeln ist sie mit floralen Motiven verziert, im Spiegel befindet sich eine schwungvolle Wirbelrosette. Der Fundort in der ehemaligen Kammer der spätmittelalterlichen Warmluftheizung lässt darauf schließen, dass die Kachel später zum Abfallprodukt wird.

Die Zisterzienser des Klosters Neuenkamp haben die Insel Hiddensee am 13. April 1296 von Rügenfürst Wizlaw II. (1240 – 1302) erhalten, um hier eine Abtei zu gründen. Die Abgeschiedenheit der Insel ist die ideale Voraussetzung für ein besinnliches Leben in Arbeit und Gebet. Viele Jahre prägt das Kloster das Leben auf der Insel. Im Zuge der Reformation kommt es 1536 zur Auflösung des Konvents.

Funde wie diese Ofenkachel belegen eine gehobene Bauausstattung des Klosters. Im 14./15. Jahrhundert scheint das Kloster der Regel gemäß noch weitestgehend unbeheizt zu sein, was sich danach jedoch ändert. Davon zeugt unter anderem dieser Fund.

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Text: J.L.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Heimatmuseum Hiddensee

Heimatmuseum Hiddensee

Kirchweg 1
18565 Kloster / Hiddensee


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