Grapen

Bronze,
Fundort: südlich von Vitte/Hiddensee,
14. – 16. Jh.,
Höhe: 15 cm

Der spätmittelalterlich kugelförmige Grapen stand ursprünglich auf drei kurzen kräftigen Beinen mit dreieckigen Querschnitten. Davon sind nur zwei erhalten. Am leicht ausgebogenen Rand befinden sich zwei kleine, gegenständig orientierte Henkel. Sie dienten zur Aufnahme eines großen, halbkreisförmig gebogenen Henkels. Derartige Bügelhenkel bestanden vornehmlich aus Eisen. Die Löcher in der Wandung stellen spätere Beschädigungen dar.

Der Grapen ist in einer Form aus gebranntem Lehm hergestellt worden. Davon zeugt die senkrecht verlaufende Gussnaht. Sie belegt, dass es sich um eine so genannte „verlorene Form“ handelt, die nach dem Guss und dem Abkühlen des Werkstücks zerschlagen werden musste.

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Text: H.S.

Das Exponat bezieht sich auf:

Vorpommern bis 1945

Das Originalexponat finden Sie hier:

Heimatmuseum Hiddensee

Heimatmuseum Hiddensee

Kirchweg 1
18565 Kloster / Hiddensee


kontakt@heimatmuseum-hiddensee.de

heimatmuseum-hiddensee.de

Grapen aus Rostock

Grapen

Dieser Grapen wurde 1903/04 beim Ausbaggern der Rostocker Hafenausfahrt gefunden.

Grapen aus dem Kulturhistorischen Museum Rostock

Grapen aus Burg Stargard

Grapen Grapen aus dem Museum Burg Stargard