Uniform des Landgendarmen Georg Woisin

um 1880

Im Fürstentum Ratzeburg versehen im 19. Jahrhundert zwei Landreiter den Polizeidienst. Sie gehören zu den Distrikts-Husaren und wachen über die Einhaltung von Feuerverordnungen, führen Exekutionen durch und schaffen fremde Bettler außer Landes.
Die neu eingerichtete Landespolizei erhält die Uniform der Husaren, um ihr im Volk die nötige Anerkennung zu verschaffen. Die Husaren sind um 1800 eine sehr beliebte, aber ebenso gefürchtete Truppengattung. Vom 1. Mai bis 30. September wird die Jacke (Dolman) getragen, vom 1. Oktober bis 30. April der Pelz mit schwarzem Lammfell. Zur Paradeuniform tragen die Husaren den Pelz über der linken Schulter geschnürt.

Die Kopfbedeckung wird um 1870 durch das rote Käppi modernisiert, das bei gewöhnlichem Dienst ein Wachstuchüberzug schützt. Die Pracht dieser Uniform bleibt bis Oktober 1905 erhalten, erst in diesem Jahr wird sie nach preußischem Vorbild ersetzt.

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Text: O. B.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Volkskundemuseum Schönberger Land

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23923 Schönberg

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