Sammlung mecklenburgischer Siegel der Neuzeit

Siegellack, 18./19. Jahrhundert

1987 übernimmt die Stiftung Mecklenburg von der Enkelin eines privaten Sammlers eine umfangreiche Siegelsammlung. Der Großvater soll „Chefkoch“ bei Viktoria Luise (1892–1980), der Tochter Kaiser Wilhelms II. und späteren Herzogin von Braunschweig gewesen sein. Jedoch ist die Sammlung bereits um 1860 entstanden. Die Zusammenstellung lässt vermuten, dass sie ohne wissenschaftlich-dokumentarische Absicht angelegt wurde.
Von den ca. 850 Einzelstücken stammt die Mehrzahl aus dem Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, die in ihrer thematischen Vielfalt das gesamte öffentliche Leben im 18. und 19. Jahrhundert spiegeln. Neben Siegeln von Städten, Ämtern, Versicherungen und Kirchen sind auch Zoll- und Steuerbehörden, öffentliche und private Institutionen oder Zunftsiegel vertreten.

135 Exemplare sind Siegel mecklenburgischer Adelsfamilien. Dazu kommen Siegel adeliger Gerichte, entsprechend der bis ins 20. Jahrhundert in Mecklenburg geltenden Patrimonialgerichtsbarkeit adeliger Grundherren. In der Systematik der Sammlung sind sie allerdings unsachgemäß mit großherzoglichen Behörden und städtischen Siegeln gemischt. Unter den 40 Exemplaren fürstlicher und Staatssiegel finden sich etwa ein Drittel Beglaubigungszeichen mecklenburgischer Landesherren.

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Text: C. RC./M. R.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Stiftung Mecklenburg

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Schliemannstaße 2
19053 Schwerin (Eingang zur Ausstellung: Puschkinstraße)

info@stiftungmecklenburg.de

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Synopsien von Rudolf Gahlbeck

Noch bis 28. Mai 2017 im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin (Schelfstadt)

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