Schnabeltrippe

1. Drittel 15. Jahrhundert, Holz, Länge 28,9 cm (archäologischer Fund)

Trippen werden als Schutz vor Schlamm und Wasser auf den unbefestigten Wegen unter der eigentlichen Schuhmode getragen. Die Trippe mit langer Spitze schützt einen schmalen Schnabelschuh. Zum Ende des 15. Jahrhunderts ist das Tragen des Schnabelschuhs nicht mehr dem Adel vorbehalten. Auch das Bürgertum, Handwerker und Bauern übernehmen diese Mode. Die Länge der Spitze ist in den Kleiderordnungen festgeschrieben.

Den Grad der Vornehmheit des Trägers erkennt man an der Ausdehnung des Schuhs; gewöhnliche Leute haben sich auf die Länge von einem Fuß zu beschränken. Auch die eigentlich funktionale Trippe entwickelt sich zu einer dekorativen Langform.

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Text: S. S.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar

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