Berliner Tafelaufsatz „Amor und Psyche“

Modelle von Johann Carl Friedrich Riese (1759–1834), nach Entwürfen von Hans Christian Genelli (1763–1823), KPM Berlin, 1793–1798, Biskuitporzellan, Holz, Spiegelglas, vergoldete Bronze, Bemalung
Länge: 176 cm

Die Entstehung des prächtigen Werks geht auf das Jahr 1793 zurück, in dem der preußische Thronfolger Friedrich Wilhelm (III.) die Strelitzer Prinzessin Luise heiratet und von der Königlichen Porzellanmanufaktur einen Tafelaufsatz erhält, welcher in dem heutigen Kunstwerk eine der Seitenplatten bildet. Die Modelle dafür schuf Johann Carl Friedrich Riese wohl nach den Entwürfen des Architekten Hans Christian Genelli.
Fünf Jahre später erweitert Riese den Tafelaufsatz zu seiner jetzigen großen Form, indem er die ursprünglich einzelne Platte verdoppelt, sie als Seitengruppe verwendet und eine völlig neue Mittelgruppe hinzufügt.

Dieses Ensemble gelangt als königliches Hochzeitsgeschenk nach Mecklenburg, als Erbprinz Friedrich Ludwig von Mecklenburg-Schwerin 1799 die russische Zarentochter Helene Paulowna heiratet.
Das Schweriner Exemplar gehört zu den schönsten und vollständigsten Beispielen aus der Berliner Porzellanmanufaktur. Formal wie inhaltlich verwirklicht es das neue, an der Antike orientierte Konzept, das sich bei der KPM durchzusetzen beginnt. Die Figuren aus Biskuitporzellan erinnern an antike Marmorskulpturen und entsprechen dem Ideal des nun vollständig entfalteten Klassizismus.

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Text: AM. F.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Staatliches Museum Schwerin

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19055 Schwerin

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