Grapen

Bronze, Rostock, 14./15. Jahrhundert

Dreibeinige Grapen sind Kochtöpfe. Die Füße geben dem Topf hohe Standfestigkeit und ermöglichen das Hineinsetzen in die Glut des offenen Feuers. Der zweihenkelige Grapen kann mit Metallbügeln an einem Haken befestigt und als Kochkessel genutzt werden. Er dient der Zubereitung von Brei, Grütze, Grapenbraten oder „Potthast“, einem mit Pfeffer oder anderen Gewürzen versetzten Fleischeintopf. Der Bronzegrapen stammt aus der Ladung des „Rostocker Grapenschiffes“, einer Hansekogge, die wahrscheinlich auf dem Weg von Rostock nach Norwegen beim Auslaufen sank. Er wurde neben anderen Teilen der Ladung, Hansekannen und weitere Grapen, 1903/04 beim Ausbaggern der Rostocker Hafenausfahrt gefunden.

Text: S. St.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Kulturhistorisches Museum Rostock

Kulturhistorisches Museum Rostock

Kloster zum Heiligen Kreuz
Klosterhof 7
18055 Rostock

kulturhistorisches.museum@rostock.de

www.kulturhistorisches-museum-rostock.de
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