Brille mit Lederfassung

Nürnberg?, frühes 16. Jahrhundert, Länge: 9,5 cm

Lesehilfen sind seit dem späten Mittelalter bekannt, aber damals noch eine kostspielige Anschaffung. Die Brille gehörte wohl einer Nonne des Klarissenklosters Ribnitz. Vermutlich wurde sie nach einer Beschädigung unter dem Nonnengestühl verborgen, um die wunderbaren Kräfte, die ihr als Sehhilfe innewohnen, durch ein achtloses Wegwerfen nicht zu gefährden. In Klöstern der Lüneburger Heide haben sich auf diese Weise ähnliche Brillen erhalten.

Text: A. A.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Deutsches Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten

Deutsches Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten

Im Kloster 1-2
18311 Ribnitz-Damgarten

verwaltung@deutsches-bernsteinmuseum.de

www.deutsches-bernsteinmuseum.de
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