Spielstein (Mühle oder Schach?)

Ende 12. Jahrhundert, Geweih, Crivitz, Höhe: 2 cm

Die kleine Figur mit einem konischen Körper auf runder Grundfläche ist mit feinen schmückenden Ritzzeichnungen als Kreisaugen und Linien versehen und weist am „Kopf“ zwei kleine „Ohren“ auf, die ein Tiersymbol darstellen. Tatsächlich sollen sie zwei kleine Hörner darstellen. Konkret handelt sich um eine Schachfigur in Gestalt eines stilisierten Streitelefanten, der heute durch den Läufer ersetzt ist. Die Hörner sollen die Stoßzähne des Elefanten darstellen. Schach und Mühle sind mit der deutschen Kolonisierung als Spiele des Adels bekannt. Diese Strategiespiele sind durch Handelsbeziehungen nach Nordeuropa gelangt und haben allgemeine Verbreitung gefunden.

Text: W. Ka.

Das Originalexponat finden Sie hier:

Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden

Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden

Kastanienallee
19406 Groß Raden

gross-raden@archaeologie-mv.de

www.freilichtmuseum-gross-raden.de
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